Im Herzen Burgunds entstanden, wurzelt das Château de Gilly in einer zutiefst spirituellen Vergangenheit. Bereits im 6. Jahrhundert gehörten diese Ländereien einem wohlhabenden Gallorömer, dessen Sohn später als Saint Germain, Bischof von Paris, bekannt wurde. Anschließend wurden sie einem benediktinischen Priorat anvertraut, bevor sie in den Besitz der Zisterziensermönche der Abbaye de Cîteaux übergingen.
Im Laufe der Zeit wandelte sich das Anwesen. Im 14. Jahrhundert, während des Hundred Years’ War, wurde das Priorat zu einer von Wassergräben umgebenen Festung, die den Mönchen und ihren Reichtümern Schutz bot. Doch diese Macht war nur von kurzer Dauer: Am Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Schloss zerstört und machte Platz für eine neue Vision.
Im 17. Jahrhundert ließen die Äbte von Cîteaux dort ein elegantes Lustschloss errichten. Das Anwesen fand zu Ruhe und Raffinesse zurück und wurde zu einem lichtdurchfluteten Wohnsitz, der sich zu den Gärten und der umliegenden Natur hin öffnet.